Ansprache an die Gemeinde

Liebe Gemeindemitglieder,
am 02. November 2015 wird unsere Kirchengemeinde ein Jahr alt.
Erst eins, mag man denken: da sind Säuglinge noch in den Windeln und starten ihre ersten Gehversuche. Vielleicht sind wir als Kirchengemeinde schon etwas weiter: denn wir haben eine kleine Vorgeschichte, die uns erst den Zusammenschluss hat möglich machen lassen. Einiges hat sich in den vergangenen Jahren bewährt, anderes weiterentwickelt.
Wie bei unserem Pfarrpatron gilt es, immer wieder zu spüren, was Gottes Ruf an uns ist, um IHN in unserem Leben, im gemeindlichen und persönlichen, durchscheinen zu lassen.
Dennoch gilt es nicht, sich auf Bewährtem auszuruhen: neue Herausforderungen kommen auf uns zu, so wie die Gruppen der Flüchtlinge und Asylsuchenden aus dem asiatischen und afrikanischen Teil unserer Welt, die auch in Bedburg-Hau ein sicheres Leben in Freiheit und Geborgenheit erhoffen. Dank der großen und selbstlosen Unterstützung des AIK und des Fair-Teiler kann ihnen zusätzliche Hilfe gegeben werden. Dabei werden die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen manchmal bis an die Grenze ihrer körperlichen und psychischen Belastung geführt. Ihnen gebührt auch an dieser Stelle ein ausdrücklicher DANK!
Im Pfarreirat werden wird uns mit der Erarbeitung eines lokalen Pastoralplans beschäftigen, wobei die vorrangige Aufgabe heißt:
Was macht eigentlich unsere Kirchengemeinde aus? Welche Menschen wohnen hier? Welche Bedürfnisse haben sie?
In welchem Sozial und Lebensraum ist unsere Pfarrei zu Hause? Erst nach dem Wahrnehmen, dem Sehen, kann der nächste Schritt Urteilen, dann Handeln gegangen werden. So erhoffen wir uns ein pastorales Arbeiten, dass unseren Gemeindemitgliedern zugutekommt.
Johannes der Täufer ist eine adventliche Gestalt: der Ankünder des Messias begegnet uns in adventlichen Evangelien, er weistauf das Kommen des Heilandes hin und bereitet die Menschen durch seine Predigt und seine Umkehrtaufe auf das Kommen vor.
Ich wünsche Ihnen, sich von Johannes ansprechen zu lassen und sich dem Kommen Jesu am Weihnachtsfest bereit zu machen.
Freuen wir uns mit ihm, dass Gott kommt: zu uns!
Herzliche Grüße, Ihr
Jürgen Lürwer