der Juni ist ein besonderer Monat. Er steht irgendwie zwischen den Jahreszeiten. Der Frühling ist nicht mehr ganz da, der Sommer noch nicht ganz angekommen. An manchen Tagen können wir bereits die Wärme und Leichtigkeit des Sommers spüren, an anderen erinnert uns die Schafskälte daran, dass die Natur ihr eigenes Tempo hat.
Überall zeigt sich das Leben in seiner ganzen Fülle. Die Bäume tragen ihr sattes Grün, Blumen schmücken Gärten und Straßenränder, die Felder sind bestellt und die ersten Früchte wachsen heran. Die Tage werden länger und laden dazu ein, Zeit im Freien zu verbringen, die Natur zu genießen und zur Ruhe zu kommen.
Auch in unseren Dörfern ist vieles in Bewegung. Hier und da wird Kirmes gefeiert oder ein Königsschießen vorbereitet. Kinder und Jugendliche freuen sich auf die bevorstehenden Sommerferien oder auf die Ferienfreizeiten, die schon ihre Schatten vorauswerfen. Überall spürt man eine gewisse Leichtigkeit und Vorfreude.
Wenn ich durch diese Tage gehe, entdecke ich darin auch Spuren Gottes. In der Schönheit der Natur, im Wachsen und Gedeihen, in der Gemeinschaft der Menschen und in den vielen kleinen Momenten der Freude. Gott schenkt uns seine Welt nicht karg und knapp, sondern reich und vielfältig. Jesus sagt: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“
Vielleicht lädt uns der Juni gerade dazu ein, diese Fülle neu wahrzunehmen: die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut, das Lachen von Kindern, die Begegnung mit lieben Menschen, das Grün der Bäume und den Duft der Blumen. All das sind Geschenke, die uns daran erinnern, wie kostbar das Leben ist.
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Juni mit vielen schönen Momenten, offenen Augen für die Wunder des Alltags und dem Vertrauen darauf, dass Gott uns auf unserem Weg begleitet.