Fronleichnam in den Ortsteilen Hasselt, Huisberden und Till-Moyland

Fronleichnam-1Kommunionkinder fiebern dem Fronleichnamsfest entgegen, Vereine wollen präsent sein und suchen in der Kirche Platz für ihre Standarte, Chöre üben vorher noch mal Lieder, Messdiener in großer Schar erhalten letzte Anweisungen, mobile Sprechanlagen werden noch mal geprüft, der Baldachin steht auf Ständern, Träger bereit zum Tragen. Überall in katholischen Gemeinden wird es wohl so sein: aufregende Vorbereitung. So war es auch bei uns.

Fronleichnam-2Turnusgemäß feierten die Dörfer Hasselt, Huisberden und Till in der Sankt Vincentiuskirche in Till das Fronleichnamsfest. Unter der Leitung von Pastor Kröll trat bald die vertraute Ruhe in der Kirche ein. Konzelebrant war Pastor Thoms. Unsere Erstkommunikanten sprachen die Fürbitten. Das „Eucharistische Gebet“ der Heiligen Edith Stein, das auch „Gebet vor dem Tabernakel“ heißt, wurde vom Chor „Sankt Vincentius“ unter der Leitung von Clemens Drissen sehr eindringlich und rührend gebracht. Mehrstimmig gesungen sprechen die schlichten Worte die Hörer doch mehr an als beim Lesen. Sie lauten:

Du senkst voll Liebe Deinen Blick in meinen und neigst Dein Ohr zu meinen leisen Worten und füllst mit Frieden tief das Herz. Doch Deine Liebe findet kein Genügen in diesem Austausch, der noch Trennung lässt. Das Herz verlangt nach mehr. Dein Leib durchdringt geheimnisvoll den meinen, und Deine Seele eint sich mit der meinen: Ich bin nicht mehr was einst ich war. Du kommst und gehst, doch bleibt zurück die Saat, die Du gesät zu künftger Herrlichkeit, verborgen in dem Leib von Staub.

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Aus dieser Intimität, die immer Teil des religiösen Lebens ist und aus der Geborgenheit der Kirche heraus, wurde der Leib Christi nach der hl. Messe über die Tiller Straßen und an den Feldern entlang getragen. „Wie ein Bräutigam aus seiner Kammer“, wie man nach einem Psalm Davids sagen kann.  An drei Ältären hatten feste Altargemeinschaften für ein schönes Verweilen für Monstranz, Priester, Baldachinträger und Gläubige gesorgt. Passende Texte wurden vorgetragen von Ursula Schooltink, Anni Döll, Friederike Eberhard und Gabi Braun. Bekannte Lieder wurden kräftig gesungen.   Ein Dank an die Gemeinschaften „Katharinenweg“, „Katharina Heiligenhäuschen“ und die vom „Tillschen Haus“, die wieder sehr schön geschmückt hatten. Der Weg führte dann wieder zurück zur Kirche für den abschließenden Fronleichnam-4Segen mit der Monstranz. In der hl. Messe und am Ende der Prozession in der Kirche begleitete Regina Polz an der Orgel mit ihrer einfühlsamen Spielart die Gemeinde.  Während der Prozession klang vom Kirchturm das Beiern Hans-Peter Linzen und Heinz Tebest, die damit altes Brauchtum hochhalten, das vielerorts schon verschwunden ist. Zwei Kirchglocken werden nach einem bestimmten Rhythmus mit einem Hammer angeschlagen, Ruhepausen für die Feier an den Altären werden per Funk durchgegeben. Auch ein herzliches Dankeschön für diese hohe Aufgabe!

Jan Kellendonk